Schweiz/Deutschland 2018
Ein Film von Markus Imhoof / 92 Min.
In seinem Dokumentarfilm „Eldorado“ spürt Markus Imhoof Fragen seiner Kindheit nach. Ihm gelingt damit ein Film über Menschlichkeit. Weltpremiere feierte der Film auf den 68. Internationalen Filmfestspielen Berlin.
„Das Einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“ Es ist eine solche Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang begleitet hat: Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heißt Giovanna und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht. Kinder, die es gesundheitlich nötig hatten oder die Familienangehörige verloren hatten, wurden in die Schweiz gebracht, um sich in einem dreibis sechsmonatigen Aufenthalt zu erholen. Sie wurden dort auf Familien oder Pflegeeinrichtungen verteilt. „1945 kam Giovanna aus Italien zu uns in die kriegsverschonte Schweiz. Es war die Zeit, in der ich entdeckte, dass auch alle andern zu sich selber ‘Ich’ sagen. Ich verliebte mich in das fremde ‘Ich’. Das hat mein Leben nachhaltig geprägt.“ 70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Markus Imhoof erzählt nach seinem herausragenden und u.a. mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Kinoerfolg „More Than Honey“ erneut eine sehr persönliche Geschichte, um ein globales Phänomen erfahrbar zu machen.
Geplant zum Bundesstart am 26.4.